Kaffeezubereitung – Mühle


Wir bereiten unseren Kaffee im Mobby immer noch sehr klassisch zu. Das heisst gemahlene Bohnen und aufbrühen. Ich vertrage allerdings Filterkaffee insbesondere mit Bohnen aus Industrieröstung nicht so gut, weil ich darauf sofort Sodbrennen bekomme. Da bin ich bei einigen Speisen und Getränken sehr anfällig. Also habe ich mich vor ein paar Jahren damit beschäftigt, wie ich mich ernähren muss, damit ich im Alltag keine Probleme damit habe.

Und irgendwann landet man dann bei der Kaffeezubereitung und ich habe gelernt, warum ich da sofort Sodbrennen bekomme. Je nachdem wie man Kaffee oder Espresso zubereitet, entzieht man dem Kaffee mehr oder weniger Bitterstoffe, die letztendlich dafür sorgen, ob ich den Kaffee vertrage oder nicht.

Seitdem ich mich damit beschäftigt und die Kaffeezubereitung umgestellt habe, kann ich auch – mal abgesehen vom Koffein 😉 – wieder einige Espressi oder Kaffees am Tag ohne Probleme trinken.

Aus diesem Grund fallen einfach einige Zubereitungsarten wie z.B. Kapselmaschinen weg (mal unabhängig vom Stromverbrauch), die mittlerweile ja sehr gerne und häufig in Womos zu finden sind. Bis vor Kurzem haben wir unseren Kaffee mit der French Press oder auch Stempelkanne zubereitet.

Die Herausforderung dabei ist, dass der Mahlgrad, also wie fein oder grob der Kaffee gemahlen ist, stimmen muss, damit uns der Kaffee schmeckt und bekommt. Bei der French Press kommt das Wasser sehr lange mit dem Kaffeemehl in Verbindung (5 Minuten). Grob kann man sagen, umso länger das Kaffeemehl mit dem heißen Wasser in Verbindung kommt, umso gröber muss der Mahlgrad sein. Das mal kurz so als Einleitung, für die nachfolgenden Absätze.

Und weil das bei „fertigem“ Kaffee nie passt, müssen wir eben selbst mahlen. Bzw. wenn wir Kaffee in den Urlaub mitnehmen werden einem die Bohnen bei den meisten Röstereien nach Bedarf wunschgerecht gemahlen. Auch im Supermarkt in Deutschland stehen Mühlen bereit, an welchen man den Mahlgrad selbst einstellen kann. Für ein Wochenende lohnt sich das aber meist nicht, oder im Ausland finden wir sehr selten Self-Service Mühlen, sodass wir dann irgendwann doch selbst die Bohnen zerkleinern müssen. Und dafür haben wir immer eine kleine Handmühle dabei, bei der man den Mahlgrad einstellen kann.

Letztes Jahr habe ich dann einen sehr interessanten Beitrag von Alex auf dem Blog kawalife.de gelesen. Da ging es zwar weniger um das Mahlen von Kaffee, sondern eher um die Zubereitung mit einem Perkolator. Und Alex hat mich dabei ohne es zu wissen inspiriert, das Thema Kaffeezubereitung und Mahlen im Wohnmobil noch mal zu hinterfragen und ggf. zu optimieren.

Kaffee im Kastenwagen | GSI Glacier Perc 8

Der Perkolator hatte es mir angetan und wir haben uns auch einen besorgt und wir müssen Alex Recht geben. Uns schmeckt der Kaffee daraus sehr lecker. Besser als aus der French Press. Aber ein Problem hatten wir damit noch nicht gelöst. Die Handmühle (rechts im Bild) ist zwar super, aber es dauert ewig und das Geräusch ist nervtötend. Mal schnell Bohnen mahlen ist nicht und man muss immer abends noch Bohnen mahlen, damit man in der Früh „schnell“ einen Kaffee zubereiten kann. Mima hat mich teilweise aus dem Mobby ausquartiert. Ich soll das gequietsche mit nach draußen nehmen 🙂 Also musste eine andere Lösung her.

Und als wir durch einen Elektromarkt geschlendert sind, sind wir mal in die Kaffeeabteilung und haben kleine elektrischen Mühlen gesucht und wir haben ein Produkt gefunden. Und zwar die Mühle von Rommelsbacher Modell EKM 150 mit Schlagwerk. Warum genau diese Mühle?

  1. Die Mühle ist sehr kompakt und nicht allzu schwer
  2. Sie hat einen einstellbaren Mahlgrad für Espresso oder Kaffee
  3. Es passen 40g Kaffeebohnen rein
  4. Und sie verbraucht „nur“ 150W, allerdings mit 230V

Auf dem Foto seht Ihr rechts unsere alte Handmühle

Wir haben nur einen kleinen mobilen Spannungswandler für bis zu 180W Dauerleistung im Womo und wir wollen eigentlich keinen „großen“ Spannungswandler bzw. haben auch keinen Bedarf dazu. Also war es perfekt, dass die Mühle nur 150W benötigt. Also eingepackt und ausprobieren.

Nach unserer Berechnung sollten die 40g Bohnen für unsere Variante des Perkolators reichen. Abgewogen und siehe da, es passt perfekt bis zur max. Füllkante. Das ist easy und man benötigt dafür dann auch keine Waage mehr.

Um den richtigen Mahlgrad zu ermitteln mussten wir natürlich etwas ausprobieren. Wir haben also bei ganz grob angefangen, das ist bei dieser Mühle die oberste Einstellung und dann immer feiner gemahlen. Jetzt hat die Mühle ja kein Kegelwerk was gleichmäßig die Bohnen mahlt, sondern ein Schlagwerk mit welchem die Bohnen quasi zertrümmert werden. Das bedeutet dass mit dieser Einstellung eigentlich nicht wirklich der Mahlgrad eingestellt wird, sondern lediglich wie lange gemahlen werden soll. Das heisst um so länger gemahlen wird, um so feiner wird der Kaffee.

An den mobilen Spannungswandler angeschlossen und zum Mahlen der Bohnen muss man einfach oben den grauen – ich sage mal Taster – am Plastikdeckel solange gedrückt halten, bis die Maschine von selbst aufhört. Das klappte mit dem Spannungswandler super und nach wenigen Sekunden sind die Bohnen gemahlen. Der Geschmack nach dem ersten Versuch war etwas fad. Je nach Bohnensorte ist die perfekte Einstellung bei uns entweder Stufe 2 oder 3.

Wenn alles passt, sie das Ergebnis dann wie folgt aus.

Dieses Ergebnis war Stufe 1 (sehr grob)

Wir können als Fazit festhalten. Die Bohnen werden nicht ganz gleichmäßig zerkleinert/gemahlen. Das sieht man auch gut auf dem Foto. Es gibt größere Brocken, und perfektes Kaffeemehl. Besser geht natürlich immer, aber das Ergebnis ist für uns vollkommen in Ordnung. Der Kaffee schmeckt super und wir haben die Anschaffung noch nicht bereut. Das mahlen dauert wirklich nur ein paar Sekunden und fertig. Jederzeit und schnell einsatzbereit. Auch der Stromverbrauch fällt durch die paar Sekunden eigentlich nicht wirklich ins Gewicht. Selbst wenn der Kühlschrank parallel mit anspringt und kurzfristig 10 Ampere von den Batterien abgesaugt werden, stellt dies trotzdem kein Problem dar.

Wenn Ihr noch Fragen dazu habt oder noch ergänzende Informationen wollt, schreibt mich einfach an.

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