Einbau einer Zusatzluftfederung


Ist unser Vario 545 zu schwer? Wenn man sich bei einem ausgebauten Kastenwagen mal unter das Auto legt, sieht man schnell – auch ohne Vollbeladung – dass die Gummipuffer auf der Hinterachse schon aufliegen oder zumindest die Achse streicheln.

Im Fahrbetrieb merkt man das vor allem, wenn man über Schlaglöcher, Bahnlinien, Rillen, Gullideckel oder ähnliches fährt. Dann schlägt es hinten auf der Hinterachse schon mal richtig durch. Das lässt sich leider nicht immer vermeiden. Auf Dauer ist das bestimmt für die Möbel nicht sehr prickelnd, wenn die Blattfedern fast „platt“ sind und eigentlich nicht mehr federn können.

Auf der CMT in Stuttgart hatte ich mich informiert und beraten lassen. Eigentlich wollte ich zur Verbesserung des Federungskomforts andere Stoßdämpfer für die Hinterachse einbauen lassen. Aber der Berater am Al-Ko Stand hatte mich überzeugt eine Zusatzluftfederung einzubauen.

Der Preisunterschied war jetzt auch nicht so gewaltig. Vorteil einer Zusatzluftfederung ist zudem, dass man das Fahrzeug hinten um bis zu 6 cm hochpumpen kann und daher  jederzeit die Möglichkeit hat, den Federweg oder den Fahrkomfort anpassen zu können. Zudem konnte mir der Berater sinnvoll erläutern, dass auch andere Federbeine nicht unbedingt zusätzlichen Federweg bringen.

Also haben wir einen Einbautermin vereinbart. Das Ergebnis sieht an der Hinterachse dann so aus:

Die Blattfeder sieht noch genauso platt aus wie vorher 😉 Aber dort wo jetzt der Luftbalg ist, war vorher der Gummipuffer. Das Foto entspricht einem Druck vom 2 Bar. Bis zu 6 Bar kann man die Teile aufpumpen, was aber auf der Straße keinen Komfort bringt. Wir haben für uns den besten Fahrkomfort bei 2 Bar ausgemacht. Bei 2 Bar werden sehr viele Unebenheiten tatsächlich „weggeschluckt“ aber das Fahrgefühl bleibt noch sehr agil, straff oder wie immer man das bezeichnen mag. Es knallt sehr viel seltener hinten durch. Auch die Fahrgeräusche sind unserer Meinung nach viel ruhiger geworden. Auf der Autobahn schnurrt der Vario 545 einfach vor sich hin. Brückenübergänge merken wir gar nicht mehr.

Für uns und für das Mobby hat sich die Investition auf jedenfall gelohnt. Wir sind super zufrieden. Natürlich lässt es sich nicht immer vermeiden, dass man ein doofes Schlagloch erwischt, aber das Fahrwerk schluckt einfach viel mehr weg als vorher. In Fachmagazinen wird immer wieder geschrieben, dass mit einer Zusatzluftfederung das Fahrzeug etwas mehr wankt oder Seitenwindanfälliger wird. Ich meine mich erinnern zu können, dass sich die ersten Fahrten tatsächlich etwas anders angefühlt haben, aber nicht so, dass ich mich beim Fahren jetzt unwohl gefühlt hätte. Man gewöhnt sich so schnell daran, dass ich davon jetzt überhaupt nichts mehr merke. Außer dass der Fahrkomfort deutlich besser ist.

Lustiger Nebeneffekt ist zudem, dass man bei kleinen Unebenheiten keine Auffahrkeile mehr braucht. Man lässt einfach etwas Luft raus oder pumpt eine Seite etwas auf. Das ist zwar eindeutig ein Luxusproblem, aber ein sehr angenehmer Nebeneffekt 😉 Allerdings sollte man vor dem Losfahren nicht vergessen, seine Fahreinstellung wieder einzustellen. Es müssen mindestens 0,5 Bar während der Fahrt drin sein.

Einen tollen Service habe ich zudem in der Werkstatt bekommen. Nachdem Einbau wurde – Zitat der Servicemitarbeiterin – mein Flitzer noch gewogen. Den Begriff fand ich sehr lustig, weil ich war definitiv an diesem Tag das kleinste Womo hier 🙂

Und Juhuu! Der Vario 545 hat doch mehr Reserven als ich dachte. Und wir haben ja doch einiges an Zubehör verbaut unter anderem eine dritte Batterie. Der Wassertank war fast voll, eine Gasflasche an Board und ich hatte Kleidung und Essen für ein Wochenende dabei. Also nicht vollgepackt, aber immerhin. Das war das Ergebnis:

Vor dem Griechenlandurlaub 2017 (3 Wochen) habe ich mich noch mal wiegen lassen. 3.450 kg inkl. Fahrer und Beifahrer. Daumen hoch. Das ist voll Okay.

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