Bringt man Surfbrett und Segel im Vario 545 unter?


Ein Leser unserer Blogs hatte mich angeschrieben, ob das Surfmaterial im Vario untergebracht und der Vario 545 als Alltagsfahrzeug genutzt werden kann. Über diese Frage habe ich mich sehr gefreut, da wir deswegen den Blog auch erstellt haben, damit Ihr Informationen sammeln könnt, die Euch bei Entscheidungen weiterhelfen sollen.

Ich bin durch eifriges Recherchieren über den Pössl Vario 545 auf Deine Seite gestossen. Nun ich bin ein begnadeter Windsurfer und dadurch interessiere ich mich für dieses Modell. Da Du einen besitzt und auch Windsurfer bist darf ich Dich fragen wie das ist mit dem Platz?

Hast Du beide Stockbetten entfernt und ist so gut Platz für Bretter Segel etc., sowie anderer Platz für Stühle, Tische und Grill? Ist dieses Fahrzeug nach Deinen Einschätzungen alltagstauglich? Ich suche nämlich ein Auto für alles irgendwie. Über eine Antwort würde ich mich freuen und ich wünsche Dir allzeit viel Vergnügen beim Reisen und Windsurfen.

Windsurfen steht bei meinen Hobbys leider nicht mehr so im Vordergrund. Aber ich denke doch, dass ich die Frage sehr gut einschätzen kann, da sich bei mir früher viel um Wassersport und insbesondere Windsurfen gedreht hat. Und ich bin ca. 8 Jahre jeden Tag mit dem Wohnmobil zur Arbeit gefahren (zuerst mit dem Pössl Duett L, später aber auch noch mit dem Eura Terrestra).

Ist der Vario Alltagstauglich?

Aus meiner persönlichen Sicht ein klares Ja. Unser Eura Terrestra 570 HS war 6 Meter lang, der Pössl Vario ist 5,41 Meter lang. Ich bin früher jeden Tag zur Arbeit gefahren und musste mir in der Stadt immer einen Parkplatz suchen. Natürlich ist es so, dass man mit einem Wohnmobil nicht immer einen Parkplatz direkt vor der Haustüre oder dem Büro findet. Aber länger als 5 Minuten musste ich nie zur Arbeit laufen. Bewegung tut ja auch gut 🙂

Ich habe mir damals beim Eura auch überlegt, ob das noch funktionieren wird, weil der war länger und vor allem breiter. Aber meine Erkenntnis war. Ob das Fahrzeug jetzt 5,5 Meter oder 6,0 Meter lang ist, spielt keine große Rolle. Hat man sich daran gewöhnt, ist meiner Einschätzung nach ein Wohnmobil bis 6 Meter Länge auf jedenfall alltagstauglich. Wer allerdings auf markierte Parkfläche angewiesen ist, der wird mit einem Wohnmobil bis max. 5,5 Meter mehr Spass haben, weil der Vario 545 passt eigentlich in viele Parkplätze. Manchmal wird es aber seitlich etwas eng…

Das trifft mit Sicherheit nicht auf jeden und auf jeden Anwendungsfall zu. Wir wohnten auch nicht direkt in der Stadt, sodass ich abends bei uns zu Hause immer einen Parkplatz hatte. Und ist man auf Tiefgaragen angewiesen klappt das natürlich auch nicht.

Fazit: Wenn man mit der Höhe des Fahrzeugs kein Problem hat, ist der Vario ein super Alltagsfahrzeug.

Wie bekommt man das Surfgerödel in den Vario?

Diese Frage stellte sich mir ebenfalls und ich wollte das sowieso mal ausprobieren. Wie Ihr sicher wisst ist es bei mir nicht mehr das Ziel, dass ich im großen Jahresurlaub mein Surfzeug mitnehme. Für Wochenendtrips oder wenn ich jetzt gezielt eine Woche zum Surfen fahren will, möchte ich das schon nutzen. Von daher war die Frage perfekt und ich hatte auch endlich mal einen Grund (zeitlich) das auszuprobieren.

Vorbereitung

Was muss zum Surfen alles mit? Ich habe für mich folgendes Zubehör notiert, was alles rein muss.

  • 1 Tisch
  • 2 Faltstühle
  • 3 Kisten allgemeines Zeug (Werkzeug, Sanitärzubehör, Warndreieck, etc.)
    • Das sind die drei grauen Kisten auf der rechten Seiten (hintereinander)
  • Auffahrkeile (rote Verpackung)
  • 1 Surfbrett (115 Liter, 245cm lang und 67cm breit)
  • 2 Segel (5,6 und 6,6 qm)
  • 1 Mast (460cm lang – natürlich teilbar)
  • 1 Gabelbaum
  • 1 Kiste mit Surfzubehör (Finnen, Mastverlängerung, Tampen, Trapez und Neopren)
    • die ist auf den Fotos allerdings nicht zu sehen

Die beiden Stockbetten müssen dafür natürlich raus. Geht eigentlich ganz schnell. Das obere Bett könnte man theoretisch auch hochklappen und man müsste dann eine Befestigung bauen. Wäre grundsätzlich möglich. Aber ich würde dann eher alles rausnehmen. Warum? Komme ich gleich noch mal dazu.

Dann als Erstes mal das Surfbrett rein.

Das sieht ja schon mal gut aus! Zum Dach habe ich noch ca. 10 cm Luft, d.h. ein 255-er Board sollte auch reingehen. Die Breite spielt eigentlich keine große Rolle. Hinter dem Surfbrett sieht man noch den Tisch und die beiden Faltstühle. Der eine Stuhl ist bei uns etwas groß. Je nachdem wie man hier stapelt würde meine Box mit Surfzubehör hier locker mit reinpassen. Also entweder auf den Tisch oder zwischen Board und den grauen Kisten. Wäre also machbar.

Ich habe dann zwei Varianten ausprobiert. Variante 1 – Segel und Mast hochkant stellen:

Das ist die beste Variante um den Stauraum bestmöglich auszunutzen. Wie man auf dem rechten Bild erkennen kann ist hier sogar noch Luft zum Heck. Meiner Einschätzung nach sollte bei dieser Variante auch noch ein zweites Board reingehen. Diese Variante hätte noch einen Vorteil. Ich habe das jetzt nur leider nicht fotografiert. Über dem Gabelbaum wäre normalerweise das obere Stockbett. Hier könnte man sich ein Brett zurecht sägen und dieses als Ablagefläche nehmen. Und beispielsweise gleich einen Haken unten mit reinschrauben damit man den Neoprenanzug gleich aufhängen kann.

Für die Variante 2 habe ich die Segel mal quer reingestellt.

Der Stauraum wird hier nicht optimal ausgenutzt und ein zweites Board geht definitiv nicht mehr rein. Allerdings könnte man sich auf der rechten Seiten, wo meinen grauen Kisten sind noch ein kleines Regal für Surfzubehör reinbauen.

Für Surfer unter Euch, die mit einem Vario 545 liebäugeln, hoffe ich, dass Euch dieser Beitrag weitergeholfen hat.

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