Wellenreiten – Das erste Mal


Wellenreiten in Sellin - Rügen

Wir waren im Juni auf Rügen und eigentlich hatte ich mich für einen Kite-Kurs angemeldet. Aber leider hat uns der Wind im Stich gelassen. An einem Tag rollten schöne Wellen auf Sellin zu und unser Trainer fragte uns spontan, ob wir denn mal Lust hätten, Wellenreiten zu gehen. Er würde uns das auch beibringen.

Da musste unsere Gruppe nicht lange darüber nachdenken. Klar. Machen wir. Also ab in die Neos und auf zum Strand. Am Strand waren zwar schöne Wellen wie ich sie auch von der Ostsee kenne, aber so spektakulär sahen die vom Strand jetzt nicht aus. Aber das war ja auch egal. Der Spass stand im Vordergrund und das Ziel war, stehend einfach ein paar Wellen abzureiten.

Nach dem Aufwärmen und einer Einweisung wie man aufsteht, durch die Wellen paddelt etc. ging es dann los. Voller Euphorie paddelten wir los. Verdammt ist das anstrengend. Und wenn man mal auf dem Wasser ist und so flach auf dem Board liegt, waren die Wellen nun doch ganz schön hoch 🙂 Kennt man ja auch vom Schwimmen, wenn nur der Kopf rausschaut.

Nachdem wir denn dann endlich hinter den brechenden Wellen waren mussten wir erst mal verschnaufen. Wie machen die Profis das in den Monsterwellen? Unser Trainer erklärte mir, dass man im Fernsehen immer nur Ausschnitte sieht. Die Profis sind da teilweise auch eine halbe Stunde unterwegs, bis die hinter den Wellen sind und deshalb warten die auch immer auf die perfekte Welle, weil nochmal paddelt von denen auch keiner freiwillig raus. Verstehe ich.

Es war ein einfach genial. Es ist zwar echt anstrengend eine Welle anzupaddeln, man muss ziemlich die gleiche Geschwindigkeit wie die Welle erreichen, aber wenn man es schafft, sich das Brett in der Welle stabilisiert und man aufsteht und das Brett schön mit der Welle surft, ist das echt ein geniales Gefühl.

Wellenreiten_Collage

Man kommt dann voller Glücksgefühle am Strand an und dann folgt gleich die Ernüchterung. Denn jetzt geht das ganze Theater wieder von vorne los. Rauslaufen bzw. rauspaddeln, verschnaufen, Welle raussuchen….. Ein paar Fahrten haben ich tatsächlich stehend geschafft. Die meisten gingen aber schon daneben 😉 Es ist ja nicht so, dass es nur die Geschwindigkeit wäre. Ist man zu weit vorne und man will aufstehen, drückt es den Bug ins Wasser und man wird von der kompletten Welle überrollt. Oder man steht doch nicht synchron auf, schwupps fliegt man seitlich gleich wieder runter. Aber es war echt super und es hat richtig Laune gemacht. Nach 2 Stunden waren wir alle echt platt. Aber jeder ist mit einem Strahlen zurück gekommen. Und das war das Schönste dabei!

Und die Zuschauer am Strand hatten auch Ihren Spass. Möchte nicht wissen, auch wieviel Fotos ich drauf bin 😉

Unser Trainer hatte eine wasserdichte Kamera dabei, so kamen ein paar gutes Fotos dabei raus. Leider hat er keine stehende Fahrt von mir erwischt. Auf dem Eingangsfoto sieht man gerade, wie ich aufstehen will. In diesem Fall war das sogar erfolgreich 😉

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